Über Yoga

Harmonie durch YogaIMG_0628

Yoga als uraltes Übungssystem hat sich in Indien in Jahrtausenden entwickelt und beweist sich auch für den westlichen Menschen als äußerst wirkungsvolles Instrument, um Körper, Geist und Seele zu harmonisieren. Durch die indischen Wurzeln ist Yoga zwar eng mit der indischen Religiosität verbunden, im eigentlichen Sinn jedoch weltanschaulich ungebunden.

Als Übungsweg ist Yoga also nicht an eine Religion gebunden und kann von jedem Menschen praktiziert werden, gleich welche Weltanschauung er teilt.

Weiterhin gibt es in diesem Übungssystem viele verschiedene Yoga-Wege, die jeweils unterschiedliche Aspekte mehr oder weniger stark betonen.

Ich interessiere mich besonders für den Integralen Yoga nach Swami Sivananda. 

Er kombiniert verschiedene Yoga-Wege und wirkt daher in seiner Systematik ganzheitlich und umfassend:

Asanas/ Körperübungen

Leicht und stabil soll eine Körperstellung/ Asana sein, damit man darin länger verweilen kann. Dies lässt sich auf den ersten Blick gar nicht mit den komplizierten Verbiegungen IMG_5269vereinbaren, die heutzutage oft fälschlicherweise mit Yoga assoziiert werden.

Dabei geht es bei den Asanas in erster Linie darum, Muskelkraft, Flexibilität und Körperbewusstsein zu entwickeln. Hierbei bringt jeder Mensch andere Grundvoraussetzungen mit. Die gleiche Übung wird also bei verschiedenen Teilnehmern immer unterschiedlich aussehen. Beim Üben der Asanas ist mir daher besonders wichtig, sich nicht mit anderen zu vergleichen zu müssen, sondern ganz bei sich selbst sein zu dürfen und am eigenen, individuellen Fortschritt zu üben. Egal ob jung oder alt, ob dick oder dünn, ob beweglich oder steif- jeder Mensch kann Yoga machen!

Immer wieder ist es wunderbar zu sehen, wie schnell man im Yoga mit einfachen Übungen  und wenig Anstrengung Fortschritte machen kann.

 

Pranayama/ Atemübungen

“Atme aus, bevor du etwas Neues beginnst”Lotusblüte
Jeder Mensch atmet zu jeder Sekunde seines ganzen Lebens. Dieser Vorgang geschieht mehr oder weniger bewusst und hält uns lebendig. Das Atmen hat mit Rhythmus zu tun, es ist unsere Kraftquelle. Einatmen und Ausatmen verbinden sozusagen Innen- und Außenwelt.

Im Yoga geht es um die Bewusstwerdung der Zusammenhänge zwischen Atmen und Bewegung. Der große Yoga-Lehrer Patanjali beschreibt Yoga als “das Zur-Ruhe-bringen der Gedankenwellen im Geiste” (Raja Yoga Sutras 1.2). Wenn wir den Zustand der Tiefenentspannung und Meditation erreichen möchten, so ist es besonders wichtig, den Atem und damit die Lebensenergie kontrollieren zu können.
Wirkliche Atemkontrolle bedeutet, dass das Ausatmen gelernt wird, nicht das Einatmen. Mit einfachen Atemübungen verbinden wir uns (wieder) mit den Grundprinzipien dieser Energie.
Die Koordination von Bewegung und Atmung gibt im Yoga eine direkte Rückmeldung über die Übungsqualität: der Atem soll gleichmäßig fließen können- stockt er, so ist das ein Zeichen für zu viel Spannung oder eine zu große Herausforderung.

 

Meditation/ Tiefenentspannung

Stressbewältigung ist ein sehr wichtiger Faktor in unserer Freizeitgestaltung geworden. IMG_0851Sport und körperliche Bewegung verhelfen hier zu einem guten Ausgleich, sofern sie Spaß machen und keinen zusätzlichen Leistungsdruck aufbauen.
Im ganzheitlichen Yoga werden daher neben den Yoga Asanas und der richtigen Atemtechnik auch Methoden zur Tiefenentspannung und Meditation geübt.

Im Zusammenspiel der physiologischen Entspannungsgesetze, der Stressbewältigung und des allgemeinen Anpassungsprinzips lernen wir im Yoga aus der körperlichen Entspannung direkt in die mentale und emotionale Entspannung einzutauchen.
Diesen faszinierenden und befreienden Effekt beschreiben viele Yoga-Praktizierende als großes Aha-Erlebnis oft schon nach kurzer Zeit.